Neue Broschüre: Kassel im Wandel

Die neue Transition Town-Broschüre mit Projekten und Initiativen aus der Region ist ab jetzt online! Die politischen Kommunen sind darin ebenso vertreten wie z.B. die Kasseler Kollektive oder Solidarity City. Die Broschüre bietet einen tollen Überblick über Ansätze, in unserer Stadt ein nachhaltigeres Leben zu gestalten – und wie mensch sich daran beteiligen kann. Schaut doch mal rein unter folgendem Link:

Transition Town Broschüre 2021

Karla Lastenrad bei uns ausleihen

Ab sofort könnt ihr bei uns (gern gegen Spende) ein Lastenrad ausleihen: KARLA-007, “das Rad mit der Lizenz zum Mitmachen”, ist ein einspuriges Lastenrad. Mit der tiefen Ladefläche des Maderna eTrucks können große, sperrige und auch hohe Güter transportiert werden. Trotz schwerer Ladung fährt es stabil, wendig und sicher – wie ein Mountainbike mit langem Heck.

Alle Infos zu diesem Kooperationsprojekt und zur Ausleihe findet ihr hier: https://karla-lastenrad.de/wie-funktioniert-es/

UmweltHaus_Kassel_eV_Team_KARLA
KARLA – KAsseleR LAstenrad ist eine Initiative des UmweltHaus-Kassel e.V. und Lastenradfreunden.

Los Geht’s 2020 – Anmeldung gestartet

Los Geht’s 2020

Nun ist es sicher. Das LosGehts2020 findet statt.Diesmal in der „Freien Feldlage“ in Harzgerode.

Vom 28. Mai bis 01. Juni wird das Camp stattfinden.

Die Anmeldung dafür ist ab sofort auf dieser Seite möglich.

Mehr zu der Idee des LosGehts 2020 und der Camp-Finanzierung erfährst du auf dieser Seite und dann bald auch in einem  pdf-Reader zum Downloaden.

Beitrag übernommen von www.losgehts.eu

Die Villa Locomuna unterzeichnet das Sofortprogramm “Gerechte1komma5”

Gemeinsam mit den anderen fünf Kommunen der Interkomm Region Kassel unterzeichnete die Villa Locomuna im Januar 2020 das “Sofortprogramm Klimagerechtigkeit”:

Die Klimakrise sozial gerecht angehen
“Die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, erfordert rasche, weitreichende und beispiellose Veränderungen in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft“. Zu dieser drastischen Aussage kommt der Sonderbericht „1,5 Grad globale Erwärmung“ des Weltklimarats IPCC. Die Klimapolitik der Bundesregierung ist weit davon entfernt, Veränderungen dieser Dimension
einzuleiten. Sie ignoriert, dass es kein unendliches Wachstum auf der Basis endlicher Ressourcen geben kann und dass der Wohlstand Deutschlands vielfach auf der Ausbeutung von Menschen im globalen Süden beruht.
Wir schlagen darum ein umfassendes Maßnahmenpaket vor. Diese Maßnahmen sehen wir als erste Schritte, die wir ab sofort in Richtung Klimagerechtigkeit gehen können. Dabei braucht es einen Lösungsansatz, mit dem wir nicht nur Treibhausgase einsparen, sondern die Ursachen der
Klimakrise angehen und die Gesellschaft lebenswerter, gerechter und ökologischer zu machen – für alle.” Den kompleten Text findet mensch auf Gerechte1komma5.de

Die Interkomm unterzeichnet die “Kasseler Erklärung”

Die Interkomm Region Kassel, zu der auch die Villa Locomuna gehört, ist eine der 110 Erstunterzeichner*innen der “Kasseler Erklärung”:

“Nach den großen Demonstrationen im Sommer 2019 wegen des Mordes an Walter Lübcke und anlässlich des Aufmarsches der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ am 20. Juli 2019 in Kassel fordern die Unterzeichnenden:

Das Gefahrenpotential des rechten Terrors endlich ernst zu nehmen und konsequent zu bekämpfen!

Rechter Terror wie in Kassel, Halle und anderswo entsteht nicht isoliert. Durch den gesellschaftlichen Rechtsruck fühlen sich gewaltbereite Rechtsradikale ermutigt, ihre Gewaltphantasien in die Tat umzusetzen.
Im Bundestag, in Landes- und Kommunalparlamenten werden von AfD-Abgeordneten gezielte sprachliche Tabubrüche begangen und Begriffe verwendet, die früher allein im Neonazi-Milieu verwendet wurden. Schleichend wird so die menschenfeindliche und rassistische NS-Rhetorik wieder „salonfähig“ gemacht, nicht zuletzt auch im Internet. Durch
Aufnehmen der von rechts gesetzten Themen, wie z.B. bei der Verschärfung der Asylgesetze und durch das Mittragen des harten Kurses der EU-Abschottungspolitik, wird faktisch dieser Rhetorik in die Hände gespielt.

Ein gesellschaftliches Klima, in dem menschenverachtende Positionen nicht entschieden zurückgewiesen werden, dient letztlich als Nährboden für rechten Hass und rechte Gewalt.
Am 2. Juni 2019 – 13 Jahre nach dem Mord an Halit Yozgat durch den NSU – wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke vermutlich ebenfalls Opfer des rechtsextremen Terrors. Er hatte sich 2015 öffentlich für die Rechte von geflüchteten Menschen eingesetzt und in der Folge massive Anfeindungen erfahren und sogar Morddrohungen erhalten. Der
dringend Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft. Es wird davon ausgegangen, dass er die Tat nicht allein verübt hat, sondern auf ein funktionstüchtiges Netzwerk in Nordhessen zugreifen konnte.

Angesichts dieser Tötungsdelikte und der steigenden Gefahr durch rechten Terror in der Gesellschaft muss die Frage gestellt werden, welche Gründe bisher verhindert haben, dass aus der NSU-Mordserie und weiteren rechtsterroristischen Gewalttaten mit seit 1990 über 170 Todesopfern wirkungsvolle Lehren gezogen wurden.

Der des Mordes an Walter Lübcke verdächtige Stephan Ernst lebt seit 14 Jahren im Kasseler Stadtteil Forstfeld. Er ist polizeibekannt seit vielen Jahren in der gewaltbereiten Neonazi-Szene aktiv. Ihm wurden Straftaten sowie Verbindungen zur international tätigen Terrorgruppe „Combat 18“ nachgewiesen, und im hessischen NSU- Untersuchungsausschuss fiel sein Name ebenfalls. Er ist aber nur einer unter Vielen. Bundesweit sind wenigstens 467 verurteilte Rechtsextreme untergetaucht.

Ein breites gesellschaftliches Bündnis hat bei der Demonstration am 20. Juli 2019 gegen den Aufmarsch der Rechten in Kassel den richtigen Weg gezeigt: Die demokratischen Kräfte der Zivilgesellschaft müssen sich gemeinsam und energisch jeglicher Form von Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus entgegenstellen.

Die Unterzeichnenden fordern daher

• die aktive Unterstützung zivilgesellschaftlicher Initiativen gegen
Rechtsterrorismus durch Stadt und Landkreis Kassel und die lokalen Medien
• die konsequente Aufdeckung und Zerschlagung rechtsextremer Strukturen in Nordhessen und anderswo
• das Verbot und die Auflösung rechtsextremer Organisationen wie „Combat 18“
• die Offenlegung der Akten des hessischen Verfassungsschutzes für die
parlamentarischen Gremien
• die in Kassel ansässigen Unternehmen und die Presse auf, nachweisliche
Neonazis nicht länger durch Verschwiegenheit zu schützen

Wir stehen gemeinsam für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft!